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Bachwoche Stuttgart

Bachwoche Stuttgart © Foto hs
Bachwoche Stuttgart

Die kreativ zwischen musikalischer Werkstatt und kleinem Barockfestival angesiedelte Bachwoche stellt jedes Jahr die Musik Johann Sebastian Bachs in einen sprechenden Dialog mit den Werken anderer Komponisten.

In diesem Jahr heißt es »Bach im Dialog mit Jan Dismas Zelenka«. Bach kannte Zelenka (1679–1745) persönlich durch seinen engen Kontakt zur Dresdner Hofkapelle, in der dieser als Kontrabassist angestellt war. Faktisch war Zelenka nach dem Tod von Kapellmeister David Heinichen 1729 sogar ihr Leiter, er wurde jedoch 1733 von Johann Adolph Hasse als neuem Hofkapellmeister verdrängt. Zelenka erhielt dafür 1735 den Titel »Kirchen-Compositeur«. Von ihm ist eine stattliche Anzahl an Kirchenmusik überliefert, die zum Teil immer noch ihrer Entdeckung harrt. Bach selbst schätzte Zelenkas Musik sehr. Am 337. Geburtstag von J.S. Bach findet das Eröffnungskonzert zur diesjährigen Bachwoche statt. Akademieleiter Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey führen mit ausgewählten Solisten zu diesem Anlass ein prachtvolles Programm aus Glückwunschkantaten und einer Orchestersuite aus der Feder des Geburtstagskindes auf.

Sechs Tage später, im Abschlusskonzert der Bachwoche, stellen Solisten aus den Meisterkursen und das Junge Stuttgarter Bach Ensemble (JSB Ensemble) unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann zwei Messen von Bach und Zelenka einander gegenüber: Bachs »Lutherische« Messe G-Dur BWV 236, die er um 1738 / 39 schrieb und als Missa brevis nur mit Kyrie und Gloria vertonte. Und Zelenkas nur wenige Jahre später (1740 / 41) entstandene Missa Dei Filii ZWV 20, bei der es sich ebenfalls um eine Missa brevis handelt. Zwischen Geburtstags- und Abschlusskonzert setzen die moderierten Werkstattkonzerte mit dem Jungen Stuttgarter Bach Ensemble im betrachtenden Nebeneinander von Bach und Zelenka einen musikalischen Dialog zwischen beiden in Gang. In ihnen erklingen die Urform von Bachs großer h-Moll-Messe, die er als Missa brevis 1733 für Dresden komponierte, Zelenkas drei Jahre vorher aus der Taufe gehobene Missa gratias agimus tibi, zwei Magnificats aus seiner Feder sowie das berühmte Magnificat des Leipziger Thomaskantors aus den 1730er Jahren.

Wortveranstaltungen mit bekannten Musikwissenschaftlern, Publizisten und Musikern flankieren diesen großen Dialog der Klänge und machen die gesamte Bachwoche zu einem faszinierenden Austausch zwischen »Bach und Zelenka«.

JSB Ensemble © Foto hs
JSB Ensemble

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